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2016-03-15

Video: Hässliche Tiere hübsch verpackt. Von Tierschutz- organisationen argumentieren lernen

Video: Hässliche Tiere hübsch verpackt. Von Tierschutz- organisationen argumentieren lernen
Koalas und Känguruhs werden stärker erforscht als Insekten und Fledermäuse. Sobald ein Tier als „hässlich“ eingestuft wird, interessieren sich weniger Forscher dafür. Mit dem Ergebnis, dass wir weniger über diese Tierarten wissen. So werden sie beispielsweise auch weniger geschützt, wenn das nötig ist. Sie sterben unbemerkt aus. Vielleicht. Denn wir werden es nie erfahren.

Bei grundsätzlich unsympathischen Arten hängen die Umweltschützer ihre Schutzziele nicht gern an die große Glocke. Für diese Tiere höre das Verständnis der Menschen auf und damit auch der Wille, zu helfen. Der NABU wendet deshalb einen Trick an: Die Flaggschiff-Art. So hat der NABU vor einiger Zeit für den Schutz des Schwarzspechts geworben, "eines echt hübschen Vogels", und die Menschen spendeten. Dass sich in den Nisthöhlen des Spechts auch Hornissen und Motten ansiedeln, musste ja nicht das Werbeargument sein.

Etwas Populäres nach vorne, um etwas weniger Populäres mit durch zu winken. Das funktioniert auch bei politischen Debatten, wird aber viel zu selten genutzt.

Jeden Dienstag um 16 Uhr gehen wir mit unserem mfm #PRtalk zu einem anderen aktuellen Thema live auf Sendung. Schalten Sie ein - über periscope oder Twitter @mfmberlin.