Aktuelles-Icon

News

2017-04-19

Rain, Food & Science in California

Rain, Food & Science in California
Wer glaubt, dass es in Kalifornien nie regnet ("It never rains in California"), sitzt einer melodiösen Fake-News von Albert Hammond auf. Kalifornien kennt Aprilwetter ebenso wie Deutschland.  Es regnet seit Tagen in Berkeley - aber die Menschen hier sind glücklich darüber. Schließlich haben Land und Landwirtschaft fast sechs Jahre des extremen Wassermangels hinter sich.

Somit steht der 1. Global Food Summit hier in Berkeley, vom 18. bis 20. April unter gutem Vorzeichen. Veranstaltet wird dieser internationale Kongress zu "Innovationen in der Agrifood-Lieferkette" von David Zilberman, Professor für Agri-Ökonomie an der University of California, Berkeley in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Verein Die LEBENSMITTELWIRTSCHAFT und Global Food Summit.

Aber Berkeley wäre nicht Berkeley, wenn die aktuelle Politik nicht von Beginn an Thema wäre. Glenda Humiston, jahrelang in der Regierung von Bill Clinton und dann von Barack Obama zur Direktorin für Landwirtschaft ernannt, begrüßt die anwesenden Gäste. Und schon die erste Nachfrage zeigt, was die Wissenschaft in den USA derzeit umtreibt: "Wie wirkt sich die Politik der neuen Regierung Trump auf die Wissenschaft aus?"

Nach Glenda Humiston befindet sich die Wissenschaft in den USA derzeit in schwerem Fahrwasser. Die angedrohten Kürzungen für Forschungen könnten die USA um ihre globale Führungsrolle bringen. Besonders die staatliche Universität Berkeley, die vor allem auch ein Hort des Widerstandes gegen Präsident Donald Trump ist, muss bangen. Nach den Straßenkrawallen vor wenigen Tage werden wieder überall in den USA Stimmen laut, Berekely die staatliche Unterstützung zu entziehen.

Zunächst aber ist der 1. Global Food Summit Gast im David Brower Center in Berkeley. David Brower war der Gründer der Vereinigung "Friends of the Earth" und das von ihm gestiftete Zentrum zeichnet sich durch eine fast durchgängige nachhaltige Architektur aus: Vom Solar-Panel bis zur Regenwassernutzung ist das Gebäude ein Vorzeigemodell angewandter Nachhaltigkeit.
Von Ruanda bis Panama, von Weltbank bis Costco, einer der größten Warenhausketten der Welt, spannt sich der Bogen von Rednern und Zuhörern. Deutschland ist - als Partner - in diesem Jahr gut mit Rednern vertreten: Einmal mit Prof. Dr. Jörg Hartung von der Veterinärmedizinischen Universität Hannover sowie Dr. Michael Binder, Direktor für Nachhaltigkeit bei Evonik.

Der 1. Global Food Summit in den USA ist Auftakt für den im November geplanten 2. Global Food Summit in Berlin. Isabella Pfaff von mfm-menschen für medien ist diese Woche in den USA, um gemeinsam mit dem Team aus Berkeley den zweiten Global Food Summit vorzubereiten.