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2015-06-16

BreakOut: Unser Team Sarah & Domenic belegt Platz 3. Sensationell!

BreakOut: Unser Team Sarah & Domenic belegt Platz 3. Sensationell!
Sarah Sonnenschein vor der Endstation
Wow- die Zahlen sind beeindruckend. In 36 Stunden, ohne Geld, 1016 Kilometer zurückgelegt. Von München nach Lecce, an der Stiefelspitze Italiens. Das ist der sensationelle dritte Platz von insgesamt 153 angetretenen Teams. Mittlerweile sind Sarah& Domenic wieder zurück in München. Wohlbehalten und ein bisschen müde.

Hier das Interview mit Sarah Sonnenschein, Team 26: 
1. Wie seid Ihr auf die Idee gekommen bei BreakOut mitzumachen?

Eine Freundin von uns hat im letzten Jahr bei BreakOut mitgemacht und war so begeistert, dass ich zum diesjährigen BreakOut sofort zugesagt habe. Die Mischung aus einem spannenden Erlebnis und einer guten Tat ist einfach wahnsinnig verlockend.

2. Was ist das eigentlich, BreakOut?


BreakOut ist ein Projekt, entwickelt von Münchner Studenten, das für das DAFI-Projekt der UNO-Flüchtlingshilfe Geld sammelt. Das wird verwendet, um Flüchtlingen Stipendien zu finanzieren. So haben sie die Möglichkeit, selbst ohne Geld oder Papiere, ein Studium zu absolvieren, was auf langfristige Sicht deren Heimatländern zu Gute kommt. Was wir BreakOut Teilnehmer dabei tun, ist ganz einfach. Wir haben 36 Stunden Zeit um so weit weg aus München zu kommen wie möglich. Dabei dürfen wir selbst allerdings kein Geld in die Hand nehmen, die meiste Zeit trampen wir also. Auf unserem Weg sammeln wir pro Kilometer einen bestimmten Geldbetrag, den Sponsoren im Vorfeld festlegen. Die Sponsoren haben wir vor dem BreakOut Start gesucht und von dem Projekt überzeugt. Wo wir gerade dabei sind, vielen vielen Dank für eure Unterstützung!

3. Ihr seid in den 36 Stunden bis an die Stiefelspitze Italiens, nach Gallipoli gekommen - und das ganz ohne Geld. Wie haben die Menschen auf Euch reagiert?


Wir sind nach Gallipoli, einer schönen alten Stadt in der Nähe von Lecce gekommen. Im Ort selber konnte es kaum einer fassen, dass wir gerade von München zu ihnen getrampt sind. Das fanden sie unglaublich toll und alle waren uns gegenüber sehr offen gegenüber. Auf dem Weg dahin war es allerdings sehr unterschiedlich. Manche hatten Angst uns mitzunehmen, manche waren sich zu fein oder hatten keine Lust auf Gespräche und manche wiederum waren so unfassbar hilfsbereit, dass sie gleich all ihre Freunde kontaktiert haben, ob sie uns weiterbringen können. Diese Unterschiede waren echt wahnsinnig interessant zu beobachten.

4. Was waren Eure wichtigste Erfahrungen auf dem Tripp? 


Das beeindruckendste war definitiv, dass gerade die Menschen, die nicht viel haben und teilweise traurige Schicksale hatten, uns mitgenommen, sich für uns interessiert und uns auf der Reise so viel weitergeholfen haben. Und dabei vor allem trotzdem fröhlich geblieben sind. Außerdem war es ein interessantes Gefühl sich ohne Geld nach „irgendwohin, Hauptsache weit weg“ kutschieren zu lassen und sich so ein bisschen in die Situation der Flüchtlinge hineinversetzen zu können.

5. Habt Ihr auch schlechte Erfahrungen gemacht?


Bis auf ein paar schnippische Antworten von Fahrern und einer Autopanne wegen Überhitzung zum Glück nicht. Zwei andere Teams mussten ihre Reise allerdings abbrechen, eins wegen Sonnenstich, das andere, weil sie von einem LKW-Fahrer belästigt wurden. Klar besteht bei sowas ein gewisses Risiko, aber mit ein bisschen guter Menschenkenntnis kommt man eigentlich recht sicher von A nach B.

6. Habt Ihr irgendwann geschlafen?


Ja, wir haben uns um 10 Uhr abends doch noch spontan dazu entschieden in Riccione ein Hotel zu suchen, um am nächsten morgen mit neuer Energie und guter Laune Richtung Autobahn zu starten. Das Risiko, dass uns nachts an einer kleinen italienischen Tankstelle keiner mitnimmt, war uns dann doch zu groß.