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2015-10-12

Wie schmeckt die Zukunft?

Wie schmeckt die Zukunft?
Die Referenten der Pressekonferenz
 Die Zukunft der Lebensmittel liegt in der Vielfalt 

 

Über die Innovationen in der Lebensmittelbranche von Barcodes bis zum vaganen Erbsen-Schnitzel, darüber wurde auf der Pressekonferenz am 6. Oktober 2015 beim Verein "Die Lebensmittelwirtschaft" in Berlin diskutiert. Referenten waren: Mark Sievers, Head of the Consumer Markets bei KPMG, Jörg Pretzel, Geschäftsführer GS1 Germany, Prof. Dr. Stefan Töpfl vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik 

 

„Mehr als 80% der Deutschen wollen ihre Gesundheit aktiv fördern und halten eine richtige Ernährung für den wichtigsten Faktor,“ sagt Mark Sievers, Head of the Consumer Markets bei KPMG und beruft sich dabei auf eine aktuelle KPMG-Studie von 2015 zum Consumer Index. Die eigene Gesundheit wird immer wichtiger und 66,3% der Deutschen sind laut Studie auch bereit, mehr dafür zu bezahlöen. Was aber ist denn gesund? Aus der Sicht der Befragten sind es in erster Linie regionale Produkte und Biolebensmittel sowie Produkte, frei von Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen. Interessanter- aber auch logischerweise gehören dann Apotheken und Einzelhändler zu den bevorzugten Einkaufsorten der Zukunft, weil sie eine Einhaltung der Produktqualität versprechen. 


Inhaltstoffe bei Nahrungsmitteln sowie Informationen über Herkunft oder Aufzucht- und Fangmethoden von Produkten werden deshalb für den gesundheitsbewußten Verbraucher immer wichtig. Deshalb ist Transparenz und Nachverfolgbarkeit vertrauensfördernd erklärt Jörg Pretzel, Geschäftsführer GS1 Germany auf der Pressekonferenz. Über die Barcode-Technologien von GS1 Germany laufen weltweit ca. 5 Milliarden Scanvorgänge zur  pro Tag. Mit Hilfe von verschiedensten Barcodes können die Verbraucher heute die gewünschten Informationen einfach nachlesen. Zu kaufrelevanten Informationen werden in der Zukunft neben den Herkunftsdaten eine unabhängige Bewertung durch z.B. Stiftung Warentest und ein Preisvergleich.

 

Prof. Dr. Stefan Töpfl vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) stellte auf der Pressekonferenz die neusten Forschungsergebnisse vor: Mit der innovativen Methode der High Moisture Extrusion, also der Herstellung von Nahrungsmittel durch Druck und Feuchtigkeit, hat das DIL eine neue Methode der Herstellung von fleischähnlichen Schnitzeln aus Kichererbsenmehl entwickelt. Ein großes Potential sieht Professor Töpfl auch in der zukünftigen Entwicklung von interessanten Produkten mit fleischartigen Struktur aus Sojapulver die dem steigenden Nahrungsmittelbedarf der Menschen aber auch der Nachhaltigkeit zugute kommen würde.